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Feriencamps St. Sebastian/Mariazell

Anreise Camp 1: 4.2.20... 

Es schüttete aus Kübeln, der Wind blies mir um die Ohren. Es war 8.00 Uhr morgens und ich hatte keine Ahnung, ob ich bei dem Wetter Kunden und Hunde glücklich machen kann. Die Temperatur lag bei 4°C und die Sturmböen hatten eine Geschwindigkeit von über 100km/h. Da hilft nur eines: das Beste draus machen und sich noch einen warmen Kaffee holen. Den Kaffee-Dienst hat mein lieber Freund Gernot übernommen, dem ich dieses Camp auch zu verdanken habe :-) 

nachdem ich die Hunde gedroppt hatte (9 an der Zahl) begann es, heftig zu schneien. Der Glanz in meinen Augen wurde demnach immer größer. Bald darauf stieß eine Familie zu mir, die wirklich eine Wanderung machen wollten. Herrlich war es! Bei heftigem Schneesturm hatten wir wirklich viel Spaß. Ganz besonders hat es mich gefreut, dass der kleine Yuri (bald 6 Monate) an seiner ersten Wanderung am X-Back teilnahm. Der kleine Mann hat mich ordentlich fasziniert. Yuri hat eine Mission: ziehen. Geradeaus. Arbeiten. Als hätte er noch nie etwas anderes gemacht. 

 

Am Nachmittag entführten mich Kerstin & Gernot zu einer kleinen Wanderung - danke für die schöne Zeit! Der Wind lies nach und der Schnee kam. Plötzlich hatten wir eine traumhafte Winterlandschaft unter unseren Füßen, das Knirschen des Schnees fühlte sich einfach herrlich an! 

Abends haben sich die Hunde ein herrliches Menü verdient und konnten endlich ein Stake-Out im Schnee genießen. 

Am nächsten Morgen wurden wir mit noch mehr Schnee überrascht und so konnten wir, zumindest für ein paar Besucher, die gebuchte Schlittenfahrt umsetzen.

Zuvor durften die Kids ein wenig Canicross im Tiefschnee ausprobieren - die Hunde hatten großen Spaß und die Kinder strahlende Augen. Gernot brachte mir im Anschluss seinen Schlitten - bis zu diesem Zeitpunkt war nicht ganz sicher, ob genug Schnee liegen würde. 

Abenteuerlich war die Ausfahrt schon - so ganz ohne Spur, ein Open Trail am Flugfeld und junge Hunde, die sowas das erste Mal sahen (inkl. mir...) 

Semester-Feriencamp Reloaded! 

In der zweiten Woche der Semesterferien fuhr ich schon montags am 10.02. los. Diesmal mit 11 Hunden. Glücklicherweise hab ich in meiner Kindheit Tetris gespielt. Keine Ahnung, wie ich 11 Hunde und das gesamte Equipment in mein Auto rein gebracht habe.... 

Am nächsten Morgen überraschte uns erneut ein wundervoller Schneesturm - und der Pistenraupenfahrer, der uns einen Trail gespurt hat! Krisi kam nach Mariazell, um mir zu helfen - und wir konnten eine kurze Ausfahrt am Trail genießen - bevor jener total verweht war. Auch Gernot konnte seine Alaskan Huskies endlich wieder auf Schnee laufen lassen. Bei der letzten Ausfahrt beschloss ich, Krümel im Lead zu versuchen. Überraschenderweise war sie unglaublich. Kein Trail, keine Anhaltspunkte - aber sie wusste, was sie tut. Tja - manche brauchen einfach länger... 

Am Mittwoch waren wir von 9 Uhr morgens bis 15 Uhr am Trail mit verschiedenen Teams. Auch Lisa kam mit ihrem Aussie Lion vorbei und konnte endlich mal ein 4er Team lenken. Schön, dass ihr den Weg auf euch genommen habt! Es war einfach traumhaft!

 

Es mag vielleicht seltsam klingen, aber für mich gingen hier im Camp 2 Träume für diese Saison in Erfüllung. 

1. konnte ich die beiden Senior-Plüschbären Melody und Saphir endlich mal auf eine kleine Tour mitnehmen. Die beiden hatten eine richtige Freude, endlich mal wieder ein wenig zu Arbeiten. Mit Duszka im Single Lead klappte dies auch ganz hervorragend - denn langsam verließ uns der Trail wieder dank Verwehungen und Sturmtief Sabine. 

Duszka fand den Weg zurück mit Leichtigkeit. Auch wenn es nur wenige km waren, es machte mich unendlich glücklich, die beiden Fluffies vor mir laufen zu sehen. 

2. 7 auf einen Streich! Viel zu lange hat es gedauert, alle 7 aktiven Sporthunde gemeinsam ein zu spannen - aber ich hab endlich mein heuriges Ziel erreicht! Es gab keinen Trail mehr - dennoch konnten wir ohne Probleme eine kleine Tour absolvieren. Penny & Duszka haben ausgezeichnete Leaderarbeit geleistet. Wir konnten sogar problemlos wenden, ohne dass Krisi aussteigen musste ;-) Sie sind schon lustig, die Hunde. Je größer das Team, umso harmonischer und besser funktionieren die Kommandos. 

 

Danke für dieses einmalige Erlebnis!